Kokoswölkchen… kleine Köstlichkeiten ohne backen….



Ich liebe diese kleinen, feinen Köstlichkeiten ganz besonders im Februar. Wenn draußen die Kälte in den Straßen hängt und alles ein bisschen ruhiger wird, dann gibt es für mich kaum etwas Schöneres, als eine Tasse heißen Tee und ein zartes, selbstgebackenes Gebäck dazu. Diese Kombination ist für mich wie eine kleine Auszeit – ein Stück Geborgenheit im Alltag.
Das Rezept für dieses besondere Gebäck habe ich vor vielen Jahren auf einem Blog entdeckt, der den schönen Namen „Susis gelbes Haus“ trug. Ich weiß noch, wie sehr mich die Idee damals begeistert hat – und wie froh ich war, dass ich mir das Rezept gleich in mein kleines Rezeptbuch geschrieben habe. Heute bin ich dankbar dafür, denn vieles im Internet verschwindet so schnell wieder. Aber dieses Rezept ist geblieben – und hat mich über die Jahre immer wieder begleitet.
Mit der Zeit habe ich es ein wenig an meinen Geschmack angepasst, hier und da etwas verändert, aber der Zauber dieser ursprünglichen Kombination ist geblieben. Es steckt so viel Liebe und Erinnerung darin. Und genau deshalb möchte ich es heute hier teilen – als Zeichen der Wertschätzung für die ursprüngliche Idee, und auch, um zu zeigen: Nicht alles ist flüchtig. Manche Dinge bleiben – still, beständig, und einfach schön.

So, jetzt aber zum Wesentlichen, ihr braucht:
Für dieses Rezept brauchst du eine Packung Eierplätzchen – ja, genau die! Diese schlichten, runden Kekse, die man fast überall bekommt und die oft eher unscheinbar im Regal stehen. Es gibt sie von verschiedenen Herstellern, und sie heißen tatsächlich einfach „Eierplätzchen“.
Ich finde, sie sind ein kleiner Geheimtipp – herrlich unkompliziert, günstig und vielseitig. Wenn du das nächste Mal einkaufen gehst, halte einfach mal Ausschau nach ihnen. So eine Tüte im Vorrat zu haben, ist immer eine gute Idee. Dann kannst du das Rezept ganz spontan umsetzen, wenn dich die Lust auf etwas Süßes packt – oder wenn du einfach jemanden mit einer kleinen, selbstgemachten Köstlichkeit überraschen möchtest.
- Ein Becher flüssige Sahne und ein Becher geschlagene Sahne… also insgesamt zwei Becher Schlagsahne einkaufen.. aus der Kühltheke braucht ihr noch für das Rezept ein Becher Mascarpone.
- Eine Packung Kokosflocken und circa vier gehäufte Esslöffel ganz normales Kabapulver.. ich hab das Rezept auch schon mit dunklen Kakao gemacht, finde es aber mit Kaba besser. Susi hat damals ursprünglich Amaretto in die Creme gepackt das mache ich nicht weil sonst die Creme so flüssig wird und leicht aus den Keksen heraus läuf, Alles was ihr einkaufen müsst, habe ich euch oben fett hervorgehoben.
Jetzt geht es an die Zubereitung…
Vorab zeige ich euch ein paar Fotos, damit ihr es euch ein wenig besser vorstellen könnt.




Im ersten Schritt bereitest du die Creme zu – sie ist das Herzstück dieses Gebäcks und schmeckt einfach himmlisch. Du brauchst dafür einen Becher Sahne, den du erst einmal steif schlägst. Dann rührst du nach und nach, löffelweise, die Mascarpone unter. Nimm dir dabei ein wenig Zeit und rühre behutsam, nicht zu kräftig – die Creme soll schön glatt werden, aber nicht zu flüssig.
Jetzt kommt das Kabapulver ins Spiel. Ich nehme in der Regel etwa vier Esslöffel – das hat sich für mich als perfekte Balance zwischen Kakao und Süße erwiesen. Aber hier kannst du ruhig ein bisschen nach deinem eigenen Geschmack gehen. Manche mögen es schokoladiger, andere eher dezent. Die Konsistenz der Creme verändert sich durch den Kaba kaum, deshalb darf man ruhig ein wenig experimentieren.
Und ja, ich gebe zu: Optisch ist die Creme vielleicht kein Highlight – ein bisschen „unordentlich“ wirkt sie schon. Aber der Geschmack ist wirklich köstlich, und das ist schließlich das, was zählt. Später, wenn die fertigen Kekse vor dir liegen, siehst du von der Creme ohnehin kaum noch etwas – aber du wirst sie schmecken. Und das zählt doppelt.
Jetzt zum zweiten Schritt…..
Was wirklich wichtig ist – und das habe ich auch erst mit der Zeit gelernt – ist, dass du jedes einzelne Kokoswölkchen komplett fertigstellst, bevor du das nächste machst. Also: eine Portion Creme, zwei passende Kekse, zusammenfügen, kurz andrücken – und erst dann machst du dich ans nächste.
Es mag ein wenig umständlich wirken, aber genau diese Sorgfalt macht am Ende den Unterschied. So bleibt die Creme schön in Form, und die Wölkchen bekommen ihre typische, kleine, liebevolle Perfektion. Wenn man alles gleichzeitig machen möchte – erst alle Kekse vorbereiten, dann alle füllen – verliert man schnell die Kontrolle über Konsistenz und Form. Und ein bisschen Ruhe und Hingabe gehören bei diesem Gebäck einfach dazu.

Jetzt kommt der schönste Teil – das Zusammensetzen der kleinen Köstlichkeiten. Du nimmst zwei Eierkekse und tauchst sie ganz kurz in etwas flüssige Sahne. Sie sollen sich leicht vollsaugen, aber nicht aufweichen – nur so viel, dass sie beim Hineinbeißen später zart nachgeben.
Dann legst du sie mit der glatten Seite nach oben vor dich hin. Auf einen der beiden Kekse gibst du nun einen leicht gehäuften Teelöffel deiner vorbereiteten Creme – einfach mittig aufsetzen. Jetzt kommt der zweite Keks obendrauf, ebenfalls mit der glatten Seite zur Creme hin. Ganz sanft andrücken, und schon hast du ein kleines, zartes Sandwich.
So entsteht Stück für Stück ein kleines Kokoswölkchen – fein, duftend und liebevoll gemacht.

Beim Zusammenfügen solltest du ein wenig zügig arbeiten – nicht hektisch, aber mit Gefühl und etwas Tempo. Die in Sahne getauchten Kekse dürfen nicht zu viel Flüssigkeit aufnehmen, sonst haften die Kokosflocken später nicht mehr gut daran.
Sobald dein kleines Sandwich fertig ist, nimmst du es vorsichtig in die Hand und drückst erst die flache Ober- und Unterseite behutsam in einen Teller mit Kokosflocken. Danach rollst du auch die seitlichen Kanten durch die Flocken, bis das Wölkchen rundum in dieser weißen, duftenden Hülle verschwindet.
So bekommen die kleinen Gebäckstücke nicht nur ihren Namen, sondern auch ihren feinen, fast schneeartigen Look – zart, flauschig und einfach himmlisch.


Diesen Vorgang wiederholst du ganz in Ruhe, bis entweder alle Kekse aus der Packung verarbeitet sind oder deine Creme aufgebraucht ist – je nachdem, was zuerst zur Neige geht. Manchmal brauchst du zwischendurch noch ein wenig mehr flüssige Sahne, das hängt ganz davon ab, wie viel die Kekse aufsaugen. Manche sind durstiger als andere – das merkst du schnell beim Tun.
Die fertigen Wölkchen legst du am besten in eine flache Schüssel oder eine Kuchenbox mit Deckel. Wenn alle beisammen sind, wandert das Ganze in den Kühlschrank. Dort dürfen die kleinen Schönheiten dann erst einmal ruhen und durchziehen.
Am besten schmecken sie nämlich, wenn sie ein wenig Zeit hatten – dann sind die Kekse ganz weich geworden und erinnern fast an Biskuit. Du kannst sie wunderbar vorbereiten, auch schon am Vortag, und sie halten sich locker zwei Tage im Kühlschrank. Falls überhaupt etwas übrig bleibt – was bei uns ehrlich gesagt eher selten passiert.






Jetzt wünsche ich dir gutes Gelingen, Timmy hat mich nicht aus den Augen gelassen und tatsächlich ist doch ein wenig Creme auf den Boden getropft. Danke liebe Susi für dieses wunderschöne Rezept, das mich schon viele Jahre begleitet und hoffentlich auch noch ganz viele neue Fans bekommt.
Herzlichst eure Anette
