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Sommer im Wohntheater

Sommer im Wohntheater: Eine Bucket List für die Seele

Es gibt Sommer, die rauschen an uns vorbei wie ein Eilzug, den man vom Bahnsteig aus verpasst hat. Und es gibt jene, die bleiben. Nicht, weil wir weit gereist wären, die Koffer schwer von fernen Ländern, sondern weil wir ihnen etwas geschenkt haben, das heute kostbarer ist als Gold: unsere Aufmerksamkeit.
Vielleicht beginnt der schönste Sommer gar nicht mit einem Flugticket, sondern ganz still – mit einem weißen Blatt Papier.


Eine kleine Sommer-Bucket-List, ausgedruckt und an den Kühlschrank geheftet, an die Pinnwand gesteckt oder mit einer hölzernen Wäscheklammer am Küchenregal befestigt, wird plötzlich zu einer leisen Einladung. Nicht zu neuen Terminen, Verpflichtungen und optimierter Freizeit – sondern schlicht zu mehr Leben.

„Man soll die Feste feiern, wie sie fallen, / Und nicht erst warten, bis sie uns gefallen.“
Mascha Kaléko

Tun wir also genau das. Schreiben wir es auf:

  • Muscheln sammeln (und sei es nur im Kopf).
  • Barfuß laufen, bis die Fußsohlen die Erde wieder kennen.
  • Johannisbeermarmelade kochen, die nach rotem Samt schmeckt.
  • Einen dicken Sommerroman lesen, ohne auf die Uhr zu sehen.
  • Limonade trinken, bis es im Hals prickelt.
  • Unter den Sternen sitzen und schweigen.
    Es sind diese scheinbar gewichtslosen Dinge, die den Sommer später im Gedächtnis nach Sommer riechen lassen. Erich Kästner hat einmal treffend festgestellt: „Die meiste Zeit im Leben verbringt der Mensch mit Warten.“ Machen wir in diesen Monaten eine Ausnahme. Warten wir nicht auf das große Glück; fangen wir die kleinen Szenen ein.

Eine schöne Idee zum Verschenken (oder Behalten)

Diese Listen sind kein Pflichtprogramm, sondern kleine Kompasse für die Seele. Auf etwas kräftigerem Naturpapier ausgedruckt, werden sie zu wunderbaren Mitbringseln für Menschen, die das Innehalten verlernt haben.

Ein paar Ideen für den Sommer-Kurier:

  • Als poetische Beigabe zu einer Einladung für die lange Nacht im Garten.
  • Klassisch gerollt, gebunden mit einem einfachen Stück Leinenband.
  • Als geheime Botschaft inmitten eines selbst gepflückten Wiesenblumenstraußes.
  • Das süße Duo: Zusammen mit einem Glas noch warmer Johannisbeermarmelade.
  • Im Picknickkorb: Zwischen Erdbeeren, kühlem Cidre und frischem Brot.
  • Eingerahmt als saisonales Stillleben für die Küche oder das Ferienhaus.
  • Als Brief an sich selbst: Versiegelt mit dem Versprechen: Diesen Sommer möchte ich mir Zeit schenken.

Noch mehr kleine Sommermomente (Für die leeren Zeilen)

Falls deine Liste noch ein paar freie Zeilen hat, weil das Leben bekanntlich elastisch ist, könnten diese kleinen Fluchten dazukommen:

  • Den Sonnenaufgang beobachten und merken, wie kühl die Welt morgens ist.
  • Blumen zwischen schweren Buchseiten pressen (und im Winter wiederfinden).
  • Ein Eis zum Abendessen wählen – einfach, weil kein Erwachsener es verbieten kann.
  • Auf dem Rücken liegen, Wolken zählen und in ihnen Muster erkennen.
  • Einen Brief von Hand schreiben, mit Tinte, die in der Hitze langsam trocknet.
  • Glühwürmchen jagen, ohne sie fangen zu wollen.
  • Eine Radtour machen – und an jeder Kreuzung den Zufall entscheiden lassen.
  • Den Duft von frisch gemähtem Gras tief einatmen.
  • Ein Sommerstillleben auf dem Küchentisch arrangieren: Drei Kirschen, ein Zweig Lavendel.
    Virginia Woolf schrieb einmal in ihren Tagebüchern einen Satz, der wie gemacht ist für diese heißen, trägen Nachmittage:
    „Und so kamen die Tage des Sommers, lang und heiß, und die Nächte waren voller Sterne.“
    Virginia Woolf

Lassen wir diese Tage ruhig lang und heiß sein. Der Sommer muss nicht spektakulär sein. Er darf leise sein. Er darf nach Erdbeeren schmecken, nach warmem Holz, nach Sonnencreme, nach frisch gewaschener Wäsche im Wind und nach einem Buch, das man nur im Schatten eines Baumes lesen möchte.


Vielleicht ist genau das das Geheimnis dieser kleinen Listen: Sie machen aus ganz gewöhnlichen Tagen kleine, feine Bühnenbilder. Und genau dort beginnt – ganz still, mit einem Lächeln auf den Lippen – unser eigenesSommertheater….

Ich habe jetzt für euch Pdfs vorbereitet… so könnt ihr euch selbst die Listen ausdrucken

Herzlichst eure Anette …. Habt eine zauberhafte Sommerzeit…

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