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September-Samt – Rose d’Automne

Der September ist ein Monat dazwischen. Der Sommer ist noch spürbar, doch das Licht wird bereits weicher und die ersten herbstlichen Töne ziehen ins Wohntheater ein. Meine liebste Farbfamilie für diese besondere Zeit nenne ich September-Samt – Rose d’Automne: ein warmes Zusammenspiel aus Pfirsich, Koralle, Terrakotta und verblasstem Altrosa.

Diese Farben erzählen noch von sonnigen Tagen, tragen aber bereits die Wärme und Tiefe des Herbstes in sich. Sie sind sanfter als das klassische Orange und weniger süß als reines Rosa. Gerade deshalb lassen sie sich wunderbar in bestehende Einrichtungen integrieren.

1. Die Farben – warm, aber noch nicht herbstlich

Für den ersten Szenenwechsel müssen nicht gleich alle sommerlichen Dinge verschwinden. Oft genügt es, einzelne Farbtöne aufzugreifen und an verschiedenen Stellen im Raum zu wiederholen.

● Kombiniert Pfirsich, Koralle, Terrakotta und verblasstes Altrosa miteinander. Die Farben müssen dabei nicht genau übereinstimmen – kleine Unterschiede machen das Gesamtbild lebendig.

● Besonders schön wirken Töne, die etwas gedämpft und wie von der Sonne ausgeblichen erscheinen. Sie schaffen einen weichen Übergang zwischen Sommer und Herbst.

● Creme, Leinen und helle Naturtöne lassen die Farbfamilie leicht und luftig wirken.

● Dunkles Grün, Schwarz oder tiefes Braun geben ihr Ruhe und Tiefe. Schon eine dunkle Tischplatte oder ein schattiger Hintergrund kann die warmen Farben zum Leuchten bringen.

● Wiederholt einen Farbton zwei- oder dreimal im Raum: etwa in einer Schleife, einem Kissen und einem kleinen Accessoire. So entsteht eine Verbindung, ohne dass alles perfekt aufeinander abgestimmt aussehen muss.

2. Die Materialien – weich trifft auf gealtert

Im September dürfen auch die Materialien langsam wieder wärmer und sinnlicher werden. Besonders Samt gehört für mich zu dieser Zeit. Er fängt das veränderte Licht ein und lässt Farben je nach Blickwinkel heller oder dunkler erscheinen.

● Bindet eine schmale Samtschleife um einen getrockneten Blumenstrauß. Schon dieses kleine Detail verleiht ihm etwas Kostbares und beinahe Feierliches.

● Lasst die Schleifenenden ruhig etwas länger und unregelmäßig fallen. Das wirkt natürlicher und weniger streng.

● Samtbänder müssen nicht nur an Blumen verwendet werden. Sie können auch um eine Kerze, einen Serviettenstapel, einen Korbgriff oder ein kleines Päckchen gebunden werden.

● Verbindet den weichen Samt mit raueren Materialien wie Korb, Holz, Leinen oder getrockneten Zweigen. Gerade die Gegensätze machen eine Dekoration interessant.

● Altes Porzellan, angelaufenes Silber und Messing ergänzen September-Samt besonders schön. Ihre Gebrauchsspuren geben der Dekoration Persönlichkeit und erzählen von vergangenen Zeiten.

3. Die Inszenierung – eine kleine Septemberbühne

Für eine stimmungsvolle Dekoration braucht es nicht viele Dinge. Entscheidend ist vielmehr, wie sie miteinander ins Gespräch kommen.

Ein kleiner getrockneter Strauß kann in einem besonderen Gefäß stehen – vielleicht in einer alten Tasse, einem Erinnerungsbecher oder einem hübschen Fundstück vom Flohmarkt. Eine Samtschleife nimmt die Farben der Blüten auf und verbindet das Arrangement optisch.

Daneben darf ein goldener Leuchter stehen. Sein warmer Glanz greift die gedeckten Blütenfarben auf und lässt Koralle, Terrakotta und Altrosa noch tiefer wirken. Wenn am Abend die Kerzen angezündet werden, spiegelt sich ihr Licht im Metall und auf dunklen Oberflächen. Das kleine Stillleben erinnert dann beinahe an ein altes Gemälde.

● Wählt einen festen Platz für eure Septemberbühne, etwa eine Kommode, ein Tablett, einen Beistelltisch oder ein Stück der Küchenarbeitsfläche.

● Beginnt mit einem größeren Blickfang – einem Strauß, einem Leuchter oder einem besonderen Gefäß.

● Ergänzt nur wenige kleinere Stücke, damit das Arrangement nicht unruhig wird.

● Unterschiedliche Höhen schaffen Spannung: ein hoher Leuchter, ein mittlerer Blumenstrauß und ein niedriges Windlicht ergeben ein harmonisches Bild.

● Lasst etwas freie Fläche. Sie gibt den einzelnen Dingen Raum und lässt selbst kleine Fundstücke bedeutender erscheinen.

● Am schönsten wirkt das Stillleben dort, wo seitliches Tageslicht oder am Abend Kerzenschein darauf fällt.

So darf sich das Zuhause langsam verändern – ohne Kürbisse und ohne großes Herbstprogramm. Ein getrockneter Strauß, eine weiche Samtschleife und ein goldener Leuchter genügen manchmal schon, um eine neue Stimmung entstehen zu lassen.

Noch nicht ganz Herbst – aber im Wohntheater hat der nächste Szenenwechsel längst begonnen.

Das war der erste Beitrag zum Thema Herbsttöne und herbstliche Deko. Lasst mich wissen, wie es euch gefällt. Bis ganz bald …

herzlichst Anette

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