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Kleine Herbstschätze aus Metallfolie

Manchmal braucht es nur ein Stück Metallfolie und ein paar ruhige Minuten, damit etwas Schönes entsteht. In meinem Wohntheater sind es diesmal kleine Anhänger geworden: ein Pilz, ein Schneckenhaus, eine Teekanne, eine Birne und ein Apfel. Kleine Herbstschätze, die das Licht einfangen und an ganz unterschiedlichen Plätzen ihren Auftritt haben dürfen.

Linien, die das Licht einfangen

Was ich an diesen Anhängern besonders mag, ist ihre Oberfläche. Durch das Prägen entstehen feine Vertiefungen und erhabene Linien. Wenn das Licht darüberwandert, werden Blätter, Rundungen und kleine Muster sichtbar.

Der Pilz trägt einen gesprenkelten Hut und einen kleinen Kragen. Das Schneckenhaus erzählt mit seiner Spirale von Formen aus der Natur. Die Teekanne erinnert mich an gemütliche Nachmittage, wenn es draußen früher dunkel wird. Apfel und Birne sind mit Blattranken und kleinen Kreisen verziert.

Prägefolie gibt es im Bastelbedarf in Kupfer, Silber und Gold. Kupfer bringt einen warmen Ton mit, Gold schimmert festlich, und Silber gefällt mir besonders zwischen hellen Stoffen, Glas und schlichten Zweigen.

Mit einfachen Werkzeugen gestalten

Zum Gestalten braucht ihr kein großes Werkzeugarsenal. Ein stumpfer Bleistift, eine Stricknadel mit abgerundeter Spitze oder ein spezieller Prägestift reichen aus. Dazu kommen eine weiche Unterlage, eine geeignete Schere und ein schönes Band.

Die ausgedruckte Vorlage wird auf die Folie gelegt und gegen Verrutschen befestigt. Dann fahrt ihr die Konturen und Muster mit sanftem Druck nach. Wenn ihr das Papier abnehmt und die Folie wendet, zeigt sich die Prägung. Anschließend schneidet ihr das Motiv aus und ergänzt ein kleines Loch für das Band. Probiert den Druck vorher an einem Reststück aus und achtet beim Ausschneiden auf die scharfen Schnittkanten.

Ich finde, schon das langsame Nachfahren der Linien hat etwas Wohltuendes. Nach und nach entsteht aus einem schlichten Stück Folie ein kleines Lieblingsstück.

Kleine Anhänger, viele Möglichkeiten

  • Am Herbststrauß: Zwischen kahlen Zweigen oder einzelnen Blättern dürfen die Motive frei hängen und bei jeder Bewegung ein wenig Licht auffangen.
  • Als Serviettenschmuck: Bindet einen Anhänger mit einem längeren Band um eine Stoffserviette. Besonders schön wirkt das auf einem schlicht gedeckten Tisch.
  • Als Geschenk oder Giveaway: An einem Päckchen, einem Glas selbst gemachter Marmelade oder einer kleinen Tüte Gebäck wird daraus eine persönliche Aufmerksamkeit.
  • In einer Schale: Legt mehrere Anhänger zwischen Eicheln und Fundstücke vom Spaziergang. Auch ohne Band sind sie ein schöner Blickfang.
  • Als kleine Girlande: Fädelt einige Motive mit etwas Abstand auf eine Kordel und hängt sie an ein Regal oder vor ein Fenster.
  • Als Platzkarte: Befestigt ein kleines Namensschild am Band. So wird der Anhänger zum Tischschmuck und zugleich zu einem Mitbringsel für eure Gäste.

Ich mag die Vorstellung, dass diese kleinen Dinge weiterwandern: vom Herbststrauß an ein Geschenk, vom gedeckten Tisch in das Zuhause einer Freundin.

Vorlagen und Anleitung für euch

Damit ihr eure eigenen Herbstschätze gestalten könnt, habe ich die fünf Motive und eine ausführliche Anleitung mit Materialliste zum Ausdrucken vorbereitet.

Druckt beide PDFs im DIN-A4-Hochformat aus. Für die Motivvorlage wählt ihr 100 Prozent beziehungsweise „Tatsächliche Größe“.

Welches Motiv gefällt euch am besten – und wo würdet ihr eure kleinen Herbstschätze einsetzen? Schreibt es mir gerne in die Kommentare.

anettes-jardin | Mein Wohntheater

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