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Birnen, die kleinen Lichter des Novembers…

Man hat es nicht leicht als November. Kaum ist man da, wird schon über einen hinweg dekoriert. Der Oktober bekommt seinen goldenen Auftritt, der Dezember sämtliche Sterne – und dazwischen soll man bitte möglichst unauffällig das schlechte Wetter verwalten.

Ich finde, das wird ihm nicht gerecht.

Natürlich wird es früh dunkel. Der Nebel nimmt sich gelegentlich die Freiheit, den ganzen Tag zu bleiben, und die Sonne macht Arbeitszeiten, über die wir dringend einmal sprechen müssten. Aber gerade jetzt bekommen die kleinen Dinge wieder Gewicht: eine Lampe in der Küche, eine Kerze auf dem Tisch, der Duft eines Kuchens, der noch ein wenig im Ofen bleiben muss.

Wir warten auf das Licht. Auf die Martinslaternen, die durch die Straßen getragen werden. Auf die Sterne, die später in unseren Fenstern leuchten. Und vielleicht auch auf dieses leise Licht in uns selbst, das im täglichen Durcheinander manchmal etwas zu kurz kommt.

Doch ich möchte nichts überspringen. Die Sterne dürfen noch ein wenig in ihrer Schachtel bleiben. Mein November ist auch ein Monat der Birnen. Und ich liebe sie sehr.

Diese gelben Früchte mit ihren eigenwilligen Rundungen, den grünen Schatten und den braunen Sommersprossen. Sie sehen aus, als hätten sie etwas von den letzten warmen Tagen aufgehoben. Ein Rest Sonne, der nun auf dem Küchentisch liegt. Man muss ihn nur rechtzeitig essen – Birnen haben bekanntlich ihre eigenen Vorstellungen vom richtigen Zeitpunkt.

Bei mir dürfen sie deshalb in den Kuchen. Während draußen das Tageslicht nachlässt, wird es in der Küche warm. Die kleine Lampe brennt, daneben eine Kerze, und auf dem Kuchengitter wartet schon der Platz für den Nachmittag. Viel mehr braucht es manchmal gar nicht, damit man gern zu Hause ist.

Damit ihr euch ein Stück davon mitnehmen könnt, habe ich für euch Rezeptkarten für meinen Birnenkuchen vorbereitet. Zum Ausdrucken, zum Aufheben und natürlich zum Nachbacken.

Und weil meine Begeisterung selten am Backofen endet, gibt es auch Bastelbögen mit Birnen und passenden Blättern. Daraus werden Tischkarten, kleine Anhänger oder ein herbstlicher Schmuck für eure Servietten. Auf meinen liegen die Papierbirnen zwischen goldenen Blättern auf hellem Leinen. Ein bisschen Glanz darf sein. Auch der November muss nicht immer vernünftig aussehen.

So gestaltet ihr eure Papierbirnen

Ihr braucht die ausgedruckten Bögen, etwas festeres Papier, eine kleine Schere, einen Goldstift und dünnen Basteldraht. Eine Nadel oder ein feiner Locher hilft beim Verbinden.

1. Ausdrucken und ausschneiden. Druckt die Vorlage möglichst auf mattem, etwas kräftigerem Papier aus. Schneidet Birnen und Blätter einzeln entlang der Ausschneidelinien aus. Der schmale weiße Rand gibt den zarten Farben einen schönen Abschluss.

2. Mit Gold verfeinern. Zieht mit dem Goldstift einige Blattadern nach und setzt auf die Birne ein paar geschwungene Linien oder kleine Akzente am Stiel. Lasst ruhig etwas frei: Die Aquarellfarben sollen weiterhin zu sehen sein. Anschließend gut trocknen lassen.

3. Birne und Blatt verbinden. Stecht nahe dem Stielansatz und am unteren Ende des Blattes jeweils ein kleines Loch mit genügend Abstand zum Rand. Führt den dünnen Draht hindurch und verdreht die Enden vorsichtig miteinander. Das Blatt darf dabei etwas beweglich bleiben.

4. Den Tisch damit schmücken. Schreibt für eine Tischkarte den Namen auf die Birne oder das Blatt. Mit einem längeren Stück Draht könnt ihr sie locker an einer Serviette, einem Serviettenring oder einem kleinen Zweig befestigen. Die Drahtenden nach innen umbiegen.

Ich mag diese kleinen Handarbeiten, bei denen aus einem bedruckten Bogen, ein paar goldenen Strichen und etwas Zeit etwas Eigenes entsteht. Man sitzt, schneidet, probiert – und für eine Weile hat selbst der November keinen schlechten Ruf mehr.

Vielleicht stellen wir also erst einmal den Kuchen auf den Tisch, schenken Kaffee nach und lassen die Birnen leuchten.

Die Sterne kommen noch früh genug.

Was gehört für euch unbedingt zum November – und mögt ihr Birnen lieber auf dem Kuchenteller oder auf dem gedeckten Tisch?

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